Fossilien

Aufgrund des intensiven Abbaus wurden in den Solnhofener Steinbrüchen bedeutende Fossilien entdeckt, darunter das berühmtste Fossil der Erde, der Urvogel Archaeopteryx. Einhergehend mit der neuen Drucktechnik konnten die aufkommenden Naturwissenschaftler ihre wissenschaftlichen Arbeiten mit Abbildungen der einzigartigen Solnhofener Fossilien versehen. Überall, wo entlang von Donau und Altmühl bis nach Kelheim und Regensburg ähnliche Steine und Fossilien wie in Solnhofen ans Tageslicht kamen, begann der Steinabbau. Basierend auf dem industriellen Erfolg der Solnhofener Platten und der einzigartigen naturwissenschaftlichen Bedeutung des Urvogels Archaeopteryx hat sich Solnhofen als feststehender internationaler Geo-Begriff etabliert.

Heute werden alle Oberjuraplattenkalke der Fränkischen Alb unter dem Namen „Fossillagerstätten von Solnhofen“ geführt. Sie entstanden vor etwa 150 Millionen Jahren in einer tropischen Insel- und Lagunenlandschaft. Diese trägt den Namen „Solnhofen-Archipel“, und erstreckt sich von Solnhofen und Langenaltheim im Westen bis ins Regensburger Stadtgebiet. Heute sind über 800 jurazeitliche Tier- und Pflanzenarten aus den Plattenkalken bekannt. Dazu gehören neben den Urvögeln allen voran auch kleine Raubdinosaurier und Flugsaurier, sowie Meeres- und Landkrokodile.